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Für das Herz und für die Tränendrüse



Wolfenweihnacht PDF  | Drucken |
Geschrieben von: Stella Leonis   
Samstag, den 24. Oktober 2009 um 20:35 Uhr

Prolog

Es war ein eisiger Winter. Der Wind heulte mit lautem Getöse zwischen den Bäumen und schob die bittere Kälte vor sich her. Und mitten im dunklen Wald tapsten eng aneinander gedrängt zwei kleine Wolfenkinder. Vor wenigen Tagen hatten sie ihre geliebte Mama verloren und irrten seit dem durch den flockigen, kalten, weißen Schnee. Der garstige Wind zerrte an ihrem zottigen, dicken Fell, kniff sie in die empfindliche Nase und schmerzte in den braunen Augen. Immer wieder erklang ihr trauriges Helen, das mehr einem Wimmern glich. Einsam stieg es in den nachtschwarzen Himmel empor und blieb ungehört, unerwidert…

 

 
Warum? PDF  | Drucken |
Geschrieben von: Taurec   
Samstag, den 24. Oktober 2009 um 19:29 Uhr

Das frage ich mich schon seit fast einem Jahr. Ich schaue in den dunklen Nachthimmel. Wolken ziehen vorbei. Es ist kalt. Ich ziehe den dicken Mantel um mich enger. An den Wänden der Ruinen spiegelt sich das Feuer des Horizonts. Dort, einige Kilometer entfernt, tobt das Grauen des Krieges. Sein Grollen ist bis hier zu hören. Als ich näherkommende Motoren höre, ziehe ich ein letztes Mal an der Zigarette, nehme meine Waffen auf, und gebe meinen Kameraden bescheid. Keiner spricht ein Wort - es gibt nichts zu reden. Eine Kolonne von Lastwagen kommt in Sicht. Sie halten, ein kurzes Kommando ertönt, und wir steigen in einen der Laster ein. Mit einem Ruck fahren die Laster an. Es geht in Richtung Front. Während der Kampflärm immer lauter wird, denke ich an früher. Ich sehe Bilder aus einer glücklicheren Zeit. Ich sehe eine hübsche Frau, und zwei Kinder vor einem Haus im Grünen. Ich erinnere mich an meinen Zivilberuf, ich war Lehrer. Damals brachte ich Kindern Lesen und Schreiben bei, manchen Kids musste ich auch Benimm beibringen. Ich lächele, als ich an

den frechen Klaus denke.

Das Leben war schön. Niemand dachte jemals an Krieg. Bis an den einen Tag, an dem der Überraschungsschlag begann. Ohne Erklärung, ohne Vorwarnung griffen sie uns an. Als ich es in den Nachrichten sah, was an den Ostgrenzen geschah, wollte ich es nicht glauben. Ich dachte an einen Spielfilm. Bis die Einberufung kam. Ab dem Tag war ich kein Lehrer mehr, sondern Schüler. Man brachte mir bei, zu töten. Natürlich hatte ich, wie viele andere auch, damals als junger Erwachsener auch meinen Wehrdienst abgeleistet. Aber was war nach 25 Jahren schon noch davon übrig? Die Ausbildung wurde sehr schnell durchgezogen, dann wurden wir an die Front verlegt. Die ersten Gefechte überlebte ich nur mit viel Glück. Anfangs von den Berufsoldaten, welche den Kern der Einheit bildeten, noch abfällig "Anfänger" und "Möchtegernsoldat" genannt, erwarb ich mir schnell Anerkennung, als sie merkten, wie schnell ich das Überleben lernte. Ich legte keinen Wert darauf. Ich verachtete mein Tun, hatte aber keine Wahl, wenn ich überleben wollte.

 

 
Der Fluch des Goldes PDF  | Drucken |
Geschrieben von: Stella Leonis   
Samstag, den 24. Oktober 2009 um 19:17 Uhr

Es gab einmal eine Stadt in der eigentlich alle Menschen zufrieden waren. Sie hatten zu essen, Kleidung, Parks, einen guten König; es gab Reiche und Arme, und natürlich den Mittelstand. Und, wie sollte es anders sein, leere Kassen. Aber dennoch waren die Menschen glücklich und ein jeder ging seinem Tagwerk nach. Die Stadt besaß zu dem eine Schule, eine Hochschule. Für diese war die Stadt sehr bekannt, denn ihre Lehren war weit und breit die Unübertroffensten.   Eines Tages kam ein sehr weiser Mann in die Stadt, ein Professor. Dieser begann an der Schule zu unterrichten und schon bald waren sein Wissen und seine Weisheit in der ganzen Stadt bekannt. Aber es gab noch etwas, was ihn auszeichnete. Er kannte das Rezept, mit welchem man aus jedem Metall Gold herstellen konnte.  In seiner Weisheit jedoch weigerte er sich es preiszugeben, denn er meinte, es wäre nicht gut, wenn er es den anderen erzählen würde. Dies kam natürlich auch dem König zu Ohren und er holte den weisen Mann zu sich. "Ich bitte Euch erzählt mir wie man aus jeglichem Metall Gold macht.", sprach der König zu ihm. "Nein, ich möchte ich es Euch nicht erzählen, es wäre nicht gut.", antwortete der Professor. Doch der Herrscher ließ nicht locker. "Ich wünsche mir, dass ihr mir erzählt, wie das vonstatten gehen soll." "Nein, mein Herr. Es wäre nicht gut, wenn ich das machen täte." Der König war erbost darüber und schlug einen härteren Ton an. "Ich befehle es Euch, mir zu erzählen wie man aus jeglichem Metall Gold macht. Oder ich werfe Euch in das Gefängnis. Nach spätestens zwei Tagen erzählt Ihr es mir ja doch." Doch auch dieses Mal weigerte sich der Mann und so ergriffen ihn die
bereitstehenden Wachen und warfen ihn in das tiefste Gefängnis des Schlosses. Seine Sachen hatte man ihm abgenommen und ihn lediglich einen alten, abgetragenen Kittel gegeben. Somit saß er in seinem Verließ in welches nur durch einen kleinen Schlitz Licht kam und nur Stroh das einzige war, auf welchem er sein Haupte betten konnte. Ab und an bekam er einen Krug Wasser, ab und an bekam er eine Schüssel mit dünner Suppe. Und obwohl man ihn noch mehrmals fragte, redete er nicht.

 

 


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